Wohngebäudeversicherungen

Wohngebäudeversicherungen

Eine Wohngebäudeversicherung ist für Hausbesitzer ein Muss

Unser Zuhause ist unser wertvollstes Gut. Deshalb ist es wichtig, nach der richtigen Wohngebäudeversicherung für Sie und Ihre Familie zu suchen.
Wohngebäudeversicherungen
Das Wichtigste in Kürze:
Inhaltsverzeichnis

Achten Sie auf die richtige Laufzeit

Idealerweise läuft der Vertrag bis zum Renteneintritt, also bis zum 67. Lebensjahr. Wird der Vertrag später nicht mehr oder nur noch teilweise benötigt, zum Beispiel aufgrund von Sparmaßnahmen, kann ihn jederzeit verkürzen oder kündigen.

Die Wahrscheinlichkeit berufsunfähig zu werden steigt mit dem Alter. Seien Sie deshalb vorsichtig, wenn ihnen Versicherer ein Vertragsende vor dem Rentenalter anbieten. Dann droht Ihnen der Verlust des Versicherungsschutzes zu einem Zeitpunkt, in dem er besonders wichtig wird.

Welche Risiken sind versichert?

Eine Wohngebäudeversicherung bietet in der Grunddeckung Schutz gegen die Risiken

Eine Feuerversicherung deckt Schäden ab, die durch Feuer, Blitzschlag, Explosion oder Implosion entstehen, sowie durch Rauch, Ruß und Löscharbeiten entstandene Folgeschäden.

Ein Versicherungsschutz besteht auch bei Unfällen mit Luftfahrzeugen, deren Teilen oder Fracht. Ferner kann der Versicherungsschutz um das Risiko von Kollisionen mit Autos und Zügen erweitert werden.

Bei Leitungswasserschäden muss ein Schaden durch bestimmungswidrig ausgetretenes Leitungswasser verursacht worden sein. Diese Formulierung schließt Rohre, Schläuche und Systeme mit ein, die an ein Leitungsnetz angeschlossen sind. Beispiele hierfür sind:

Versichert sind zudem durch Frost verursachte Rohrbrüche innerhalb und außerhalb von Gebäuden, sowie Frostschäden an Installationen, wie Waschbecken, Badeanlagen, Toilettenspülungen, Armaturen oder Heizkörper.

Überdies können Schäden an innerhalb des Gebäudes verlaufenden Fallleitungen sowie Schäden an Versorgungsleitungen außerhalb des versicherten Objekts versichert werden.

Das versicherte Sturmrisiko deckt Schäden ab, die durch Windstärke 8 oder mehr entstehen. Bei Hagelschaden leistet der Versicherer unabhängig von der Windstärke. Schäden durch Niederschlag sind nicht versichert, wenn Sie die Fenster und Türen des Gebäudes offen gelassen haben. Viele Gebäudeversicherer leisten außerdem nicht mehr bei Schäden, welche durch Starkregen, Grund- oder Hochwasser entstehen. Diese Risiken können durch ergänzende Policen, sogenannte Elementarschadenversicherungen, abgedeckt werden.

Optionaler Baustein Elementarschäden

Als Ergänzung zur Gebäudeversicherung sollten Sie einen Schutz gegen Elementarschäden vereinbaren. Diese leistet bei: Erdbeben, Erdrutsch, Erdsenkung, Schäden durch Überschwemmung, Rückstau, Schneedruck, Lawinen und Vulkanausbruch.
Achten Sie unbedingt darauf, dass in diesem Modul Schäden durch Starkregen ausdrücklich mitversichert sind. Dieses Risiko besteht für jedes Gebäude! Es sollte daher bei jedem Abschluss einer Wohngebäudeversicherung berücksichtigt werden.
Achtung: Der Versicherungsschutz gegen Elementarschäden ist auch als Zusatz-Baustein zur Hausratversicherung erhältlich.

Ein Schutz vor den Folgen von Einbruch und Vandalismus ist nicht automatisch in allen Gebäudeversicherungen enthalten – teilweise können Sie diesen als Baustein hinzubuchen.

Aber Vorsicht: Bei Einbrüchen ist für die Regulierung der meisten Schäden die Hausratversicherung zuständig – und nicht die Gebäudeversicherung. Diese deckt nur Schäden an der Außenseite des Hauses ab, wie z. B. an Haustür, Fenstern und Außenwänden.

Auch die Kosten einer Dekontamination von verseuchtem Erdreich können Sie durch Zusatz-Bausteine versichern.

Es sind noch weitere Risiken versicherbar, wie etwa das Risiko Glas. Von diesem Risiko gehen jedoch in der Regel keine existenzbedrohenden Gefahren aus, weshalb Sie auf dieses Modul getrost verzichten können.

Welche Kosten übernimmt die Versicherung?

Die Folgen der oben genannten Ereignisse sind versichert. Achtung: Für versicherte Schäden wird meist eine Höchstsumme im Vertrag vereinbart – ist der Schaden am Gebäude höher, bleiben Sie auf einem Teil der Kosten sitzen.

Zu den versicherten Folgen gehören:

Falls Sie Teile Ihres Hauses vermietet haben, sind auch diese bei etwaigen Schäden versichert. Wird etwa eine vermietete Wohnung infolge eines Versicherungsfalles vorübergehend unbewohnbar – sodass Ihre Mieter keine Miete mehr bezahlen – springt die Versicherung ein. Der Mietausfall wird dann zeitlich begrenzt – in der Regel für ein Jahr – ausgeglichen.

Was versichert eine Wohngebäudeversicherung?

Die Wohngebäudeversicherung versichert das im Versicherungsschein bezeichnete Gebäude mit allen Gebäudebestandteilen und Gebäudezubehör – einschließlich direkt an das Gebäude angrenzenden Terrassen. Das versicherte Gebäude muss dabei überwiegend zu Wohnzwecken genutzt werden.

Als Gebäudebestandteile gelten auch Einbaumöbel, die individuell für das Gebäude und seine Räume geplant und hergestellt wurden.

Zum Gebäudezubehör zählen: Brennstoffvorräte, Dachziegel, Ersatzfliesen, Fassadenfarbe und Müllboxen, Klingel- und Briefkastenanlagen auf dem versicherten Grundstück – sowie am Gebäude angebrachte Gegenstände, wie Markisen und Antennen.

Weitere Sachbestandteile (z. B. Carports, Gewächshäuser und Gartenhäuser, Zäune, Wege- und Gartenbeleuchtung) können auf Wunsch und gegen höhere Prämie versichert werden.

Wie wird die Versicherungssumme ermittelt?

Achten Sie auf eine ausreichend hohe Deckungssumme! Im Falle eines Totalschadens müssen Sie mit der erhaltenen Entschädigungssumme dazu in der Lage sein, ein Gebäude in der gleicher Größe und Ausstattung – in neuwertigem Zustand – aufzubauen.

Am sichersten und einfachsten ist die Berechnung nach der von Ihnen angegebenen Wohnfläche in Quadratmetern. Eine „feste“ Versicherungssumme im herkömmlichen Sinn gibt es nicht mehr. Sie erhalten entweder eine unbegrenzte Deckung oder eine mehr als angemessene Maximalentschädigung.

Einige Versicherer bieten noch die Berechnung nach dem Baupreisindex des Statistischen Bundesamtes oder der Versicherungssumme von 1914 (in Reichsmark!) an. Wir raten von diesen Verfahren ab, da sie kompliziert und intransparent sind und häufig zu einer Unterversicherung führen.

Was bedeutet „unterversichert“?

Liegt die mit Ihrem Versicherer vereinbarte Versicherungssumme unter dem tatsächlichen Wert des Gebäudes, sind Sie unterversichert. Tritt in einem solchen Fall ein Schaden ein, erstattet die Versicherung nur einen Teil des Gesamtschadens.

Ein Beispiel: Sie haben 500.000 Euro als Versicherungssumme vereinbart. Der tatsächliche Wert Ihres Hauses liegt aber doppelt so hoch – bei 1.000.000 Euro. Demzufolge sind Sie unterversichert: Der Versicherer haftet im Schadensfall nicht vollumfänglich.

Wenn in unserem Beispiel nach einem Brand ein Schaden von 100.000 Euro entstanden ist, zahlt Ihnen die Versicherung nur 50.000 Euro aus, da Ihr Haus um 50% unterversichert war.

Wie wird die Beitragshöhe berechnet?

Die Prämie richtet sich nach dem zu versichernden Risiko. Einen erheblichen Einfluss darauf, wie hoch die Beiträge sind, haben

Was ist im Schadenfall zu beachten?

Jeder Schaden an Ihrem Haus muss auf ein Minimum beschränkt werden, zudem müssen Sie den Vorfall innerhalb von 24 Stunden Ihrer Versicherungsgesellschaft melden. Falls Sie dies nicht tun, kann der Versicherer Ihren Anspruch ablehnen und Sie verlieren jegliche Deckung, die derzeit besteht.

Um im Streitfall Beweise zu haben, sollten Sie Fotos vom Schadensort und dem Ausmaß des Schadens machen.

Kauf und Verkauf von Wohneigentum - Was müssen Sie beachten?

Beim Verkauf des versicherten Gebäudes geht auch das Versicherungsverhältnis mit allen Rechten und Pflichten auf den Käufer über. Käufer und Verkäufer haften solidarisch für die Prämie für den laufenden Versicherungszeitraum, in den der Verkauf des Gebäudes fällt. Käufer und Verkäufer sollten daher – am besten schriftlich – vereinbaren, wer für welchen Anteil der Versicherungsprämie verantwortlich ist.

Der Käufer kann das Versicherungsverhältnis kündigen. Die Kündigung kann nur mit sofortiger Wirkung oder zum Ende der laufenden Versicherungsperiode (nächste Hauptprämienfälligkeit) erfolgen. Das Kündigungsrecht erlischt einen Monat nach Erwerb (Grundbucheintragung).

Sie benötigen die Zustimmung aller Hypothekengläubiger, um den Vertrag zu kündigen. Holen Sie daher rechtzeitig deren Zustimmung ein. Die Genehmigung kann nicht verweigert werden, wenn Sie eine gleichwertige andere Versicherung nachweisen können.

Wie kann der Vertrag gekündigt werden?

Versicherungsverträge mit fester Laufzeit können zum Ende der Laufzeit gekündigt werden. Bei einer Vertragslaufzeit von mehr als drei Jahren ist eine Kündigung zum Ende des dritten Jahres oder eines jeden Folgejahres möglich. Die Kündigung muss (in der Regel) drei Monate vor Vertragsende beim Versicherer eingehen. Ein Kündigungsgrund ist nicht erforderlich.

Wird der Vertrag nicht gekündigt, verlängert er sich automatisch um ein weiteres Jahr. Sie können den Vertrag jährlich mit einer Frist von 3 Monaten kündigen.

Auch nach einer Prämienerhöhung können Sie den Vertrag vorzeitig kündigen, sofern sich dadurch nicht gleichzeitig der Versicherungsschutz verbessert. Sie können auch nach Erledigung eines Versicherungsfalles kündigen.

Wohngebäudeversicherung Vergleich

Dieser Versicherungsvergleich wurde von Mr. Money zur Verfügung gestellt.

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